Kleines Tutorial für besseren Sound
A/V-Serie: Audiosignale vom PC zur Anlage - worauf ist zu achten?
Michael Knott
Viel Geld für eine Hi-Fi-Anlage investiert und trotzdem klingt der Sound vom Rechner blechern und kraftlos? Knackser, Rauschen und Brummgeräusche verderben auch die beste Musik von der Festplatte. Oft liegt der Grund für Störgeräusche an einer falschen Verkabelung und an einer nicht optimalen Nutzung der vorhandenen Anschlüsse. Hier sollen einige Tipps und Anregungen gegeben werden wie der Sound vom Rechner am besten zur Anlage gelangt.
Das Kernstück für Musik vom Rechner ist natürlich die Soundkarte. Hier wird zwischen externen und internen Karten unterschieden. Professionelle Karten sind meistens extern. Dies hat den Vorteil, dass alle wichtigen Anschlüsse besser zugänglich sind und ein häufiges Umstecken von Kabeln vereinfacht wird. Zudem ist der auf elektromagnetische Strahlung allergisch reagierende A/D-Wandler, in einer externen Box besser aufgehoben als direkt im PC-Gehäuse.

Interne und externe Soundkarte Je teurer eine Soundkarte ist, desto mehr Anschlüsse hat sie meistens auch. Um einen sauberen Klang zu erhalten ist es besonders wichtig, sich mit der Arbeitsweise dieser Anschlüsse und deren optimalen Einsatzzweck vertraut zu machen.
Digitale SchnittstellenVon Klangfetischisten begeistert gefeiert wird die digitale Schnittstelle die nahezu jede gute Anlage heutzutage besitzt. Verfügt die Soundkarte am PC über solche Schnittstellen, so ist dies der beste Weg Rechner und Hi-Fi-Anlage miteinander zu verbinden. Störungen und Nebengeräusche werden so von vornherein vermieden. Viele Geräte wie MD-Player oder auch einige MP3-Player besitzen solch eine digitale Anschlussmöglichkeit.
Unterschieden wird zwischen elektrischen und optischen Digitalanschlüssen. Bei einem optischen Ein- oder Ausgang werden die Signale über eine Glasfaserleitung transportiert. Für unterschiedliche Steckerformen gibt es im Fachhandel passende Adapter. Der elektrische Anschluss wird mit Hilfe von genormten Cinch-Steckern gemeistert.
Neben der glasklaren Signalübertragung haben digitale Verbindungen noch einen weiteren Vorteil. Im Gegensatz zu analogen Lösungen benötigt man auch für Stereosignale nur ein Kabel. Ebenso laufen mehrkanalige Dolby-Signale nur über einen Leiter. So kann unschönes Kabelgewirr vermieden werden.
MikrofoneingangEin spezieller Verstärker wertet die meist sehr schwachen Mikrofonsignale die an diesem Eingang anliegen auf. Besonders sollte man darauf achten, dass die verwendete Soundkarte für das jeweilige Mikrofon genügend Spannung liefert. Nicht jedes Mikro kann an diesen Eingang angeschlossen werden.
Line-In-AnschlussTapedeck, CD-Player und etwas ältere Hi-Fi-Geräte finden über diesen Eingang Anschluss. Geräte mit schwachem Signal, zum Beispiel Mikrofone aber auch Musikinstrumente hingegen, verursachen bei diesem Eingang nur Rauschen in Kombination mit miesem Klang. Solche Geräte, besonders Musikinstrumente, sollten daher erst über ein Vorverstärker oder Mischpult laufen. Auch hier gibt es im Fachhandel zahlreiche Adapter falls das eigene Kabel nicht passen will.
Line-Out-AnschlussHeutige Soundkarten verfügen meistens über mehrere Ausgänge um Surroundklang über viele Boxenpaare ausgeben zu können. "Echte" Dolby-Digital-Surroundkarten haben mindestens drei Stereoausgänge welche fünf Lautsprecher versorgen. Die mittige Centerbox, zwei Hauptlautsprecher rechts und links, zwei Rücklautsprecher rechts und links, und einen extra Ausgang für den Subwoofer. Ist eine Soundkarte also als 5.1 gekennzeichnet, deutet dies auf Anschlüsse für fünf Boxen plus den Extraausgang für den Subwoofer hin. Wem das nicht reicht, der braucht eine 6.1 oder gar eine 7.1 Karte um zusätzliche Boxen mit Input versorgen zu können.
Guter Klang hängt aber nicht allein von Soundkarte, Boxen und Anlage ab. Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Verkabelung. Ob digital oder analog: Gute Kabel sind ihr Geld meistens wert. Selbst bei der digitalen Signalübertragung können durch minderwertige Kabel Qualitätsverluste entstehen. Also nicht am falschen Ende sparen und sich über miesen Klang ärgern. Doch wie erkennt man ein gutes Kabel?
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