Den Markt im Sturm erobert
iTunes Music Store: Schön schlicht und flexibel
Janko Röttgers
Apple ist es gelungen, die Branche mit seinem iTunes Music Shop im Sturm zu erobern. Bis Anfang Dezember verkaufte der Computeranbieter 25 Millionen Songs über das Angebot. In Deutschland wie den USA versuchen seitdem unzählige Anbieter, in Apples Fußstapfen zu treten. Doch was ist das Geheimrezept des Vorzeige-Shops? Wir haben das US-Angebot einem ausführlichen Praxistest unterzogen.
Bisher können nur Besitzer einer US-Kreditkarte auf den iTunes Music Shop zugreifen. Dafür hat Apple seine Zielgruppe im Oktober durch die Veröffentlichung von iTunes für Windows immerhin über die klassische Mac-Zielgruppe hinaus erweitert. Wer allerdings noch Windows 98 oder gar etwas noch älteres nutzt, braucht sich gar nicht erst am iTunes-Shop versuchen.
Auch Nutzer eines älteren Macs bleiben bei Apple außen vor - eine Version des Betriebssystems OS X ist Pflicht. Eine schnelle Netz-Anbindung empfiehlt sich natürlich sowieso. Und ein kleines Software-Update ist ebenfalls obligatorisch: Wer auf Apples Online-Plattenladen zugreifen will, muss zuallererst einmal iTunes installieren - was sich für Netzmusik-Fans aber eh empfiehlt.

Apple bietet mehr als 400 000 Titel von allen fünf großen Plattenfirmen sowie mittlerweile auch einer ganzen Reihe von Indies an. Die Abrechnung ist denkbar einfach: Jeder Titel kostet 99 US-Cent, jedes Album 9,99 Dollar. Zugreifen kann man darauf direkt mit iTunes und dem in den Player integrierten Web-Browser. Auf der Startseite listet Apple Empfehlungen, Top-Downloads, exklusive Tracks und so genannte Celebrity Playlists.
Exklusivitäten hat iTunes immer mal wieder zu bieten, wie etwa exklusive Live-Aufnahmen für AOL, die sich seit kurzem per Track erwerben lassen. Manchmal bedeutet exklusiv aber auch nur, dass kein anderer Online-Händler die Titel im Angebot hat. Auf CD gibt es diese Titel dann wie gewohnt überall.
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