Die 10-Dollar-Flatrate
RealNetworks Rhapsody: Das durchdachte Komplettpaket
Janko Röttgers
Apple dominiert seit Monaten mit seinem iTunes Music Store die Schlagzeilen. Im Schatten der iTunes-Erfolgsgeschichte ist mit Rhapsody ein interessanter Konkurrent herangewachsen, der auf ein grundsätzlich anderes Konzept setzt. Rhapsody-Abonnenten können für rund 10 Dollar pro Monat auf so viel Musik zugreifen, wie sie wollen.
Rhapsody begann als Underdog: Als Musikangebot der in San Francisco ansässigen Firma Listen.com startete der Dienst Ende 2001 ohne große Fanfaren. Mittlerweile wurde die Firma jedoch von RealNetworks aufgekauft und damit zu einem der größten Abo-Dienste des Online-Musikmarkts. Zwar verrät Real bis heute nicht, wie viele zahlende Abonnenten Rhapsody wirklich hat. Doch aus Informationen der Firma lässt sich hochrechnen, dass die Zahl im November 2004 bei mindestens 320.000 lag.
Im gleichen Monat stahl Rhapsody Apple auch erstmals die Show, als die US-Fachzeitschrift Billboard den Dienst zu besten kommerziellen Online-Musikangebot des Jahres kürte. Doch was ist wirklich dran an Rhapsody? Wir wollten es genauer wissen und haben das Angebot mal einem ausführlichen Praxistest unterzogen.
800.000 Songs on Demand
Rhapsodys Katalog umfasst nach eigenen Aussagen mehr als 800 000 Songs von allen großen sowie zahlreichen kleineren Plattenfirmen. Diese Songs können alle beliebig oft als On-Demand-Audiostream abgefragt werden. Rhapsody setzt dafür auf RealAudio mit 128 kbps, was die Titel trotz der Stream-Übertragung recht ordentlich klingen lässt. Dazu ermöglicht Rhapsody auch das Brennen von Audio-CDs. Jeder Titel kostet dabei 79 Cent, einen Rabatt für das Brennen ganzer Alben gibt es nicht.
Je nach Veröffentlichung sind zudem nicht immer alle Titel zum Brennen verfügbar. Ein Übertragen auf externe Audioplayer ist ebenfalls bisher nicht vorgesehen, aber laut Real für die Zukunft geplant. Bisher gibt es Rhapsody nur für US-Kunden. Eine Ausweitung des Angebots nach Europa ist für 2005 geplant.
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