Wenn die Vorfreude auf das brandneue Computerspiel jäh vom Verpackungsaufdruck mit den Systemanforderungen gestoppt wird, liegt das oft an der Grafikkarte. Denn ohne die richtige 3D-Beschleunigung kommt am PC nur schwerlich echte Spielfreude auf. Zumal die Entwickler von Spiele-Software stets komplexere, aufwändigere und realistischere Welten erschaffen und im gleichen Zug immer leistungsfähigere Hardware verlangen.
Stellvertretend für die immer realistischeren Ressourcenfresser stehen Titel wie "The Elder Scrolls IV: Oblivion", "Gothic 3", "Prey", "Half-Life 2" oder "Need for Speed Carbon". Während sich die zwei großen Grafikschmieden Ati und Nvidia stets aufs Neue erbitterte Kämpfe um höchste Bildraten und beste Bildqualität liefern, profitiert die Kundschaft von einer enormen Auswahl unterschiedlicher Grafikkarten. Leider macht das die Entscheidung für ein Upgrade nicht gerade leichter. Netzwelt bringt Licht ins dreidimensionale Dunkel von Radeon und GeForce.
Inhalt
Tuning extrem: Ati Crossfire und Nvidia SLI
Platinenchaos und irreführende Angaben
High End: Erste Wahl für Framerate-Freaks
Mittelklasse: Viel Leistung zum fairen Preis
Mainstream: Günstiges für Gelegenheits-Gamer
Low-End: Für Adventures, Oldies, Videos und Office
Grafikkarte ungleich Grafikkarte
Wer gegen den stetig wachsenden PCI-Express-Strom schwimmt, kann dies ruhigen Gewissens weiterhin tun. Denn eine AGP-Grafikkarte im Rechner ist noch lange kein Grund für schamgerötete Gesichter. Wegen der nach wie vor hohen Nachfrage halten Ati und Nvidia immer noch zur betagten Schnittstelle, wenn auch mit einer etwas eingeschränkten Produktpalette. Es schwelt sogar ein regelrechter Kleinkrieg um die schnellste AGP-Grafikkarte.
Nachdem Nvidia mit dem 7800 GS die Konkurrenz für längere Zeit in Schach hielt, schlägt Ati nun mit dem Radeon X1950 Pro zurück. Es ist allerdings stark davon auszugehen, dass neue Grafikchips irgendwann nur noch für PCI Express produziert werden. Wer ohnehin ein neues Mainboard oder eine neue Grafikkarte benötigt, sollte deshalb gleich zum zukunftssicheren Standard greifen.



Grafik-Gespann: Ati Crossfire und Nvidia SLI
Tuning extrem: Mehrere Grafikkarten in einem Rechner
Atis Crossfire und Nvidias SLI, zwei Techniken zur Verbindung mehrerer Grafikkarten, sind nur den Besitzern entsprechend vorbereiteter Mainboards und Karten vorbehalten, die auf PCI Express x16 basieren. Der Vorteil besteht darin, dass bei Bedarf einfach eine weitere Grafikkarte nachgerüstet werden kann, wenn die Performance irgendwann in den Keller geht. Leider braucht diese Form der drastischen Leistungssteigerung eine Menge Strom und Platz.
Platinenchaos und irreführende Angaben
Sowohl Ati als auch Nvidia sollten sich in Zukunft um mehr Transparenz für ihre zahlende Kundschaft bemühen. Doch diese Zeiten sind längst passe und die enorme Anzahl unterschiedlicher Kürzel trägt leider eher zur Verwirrung derselben bei. Zwei Beispiele: Nvidia unterscheidet seine GeForce-7-Serie in Varianten wie "7950 GX2", "7900 GTX", "7950 GT", "7900 GT", "7800 GTX", "7900 GS", "7800 GT", "7800 GS", "7600 GT" und "7600 GS". Atis X1900-Serie steht dem in kaum etwas nach und hält emsig dagegen mit "X1950 XTX", "X1950 XT", "X1900 XTX", "X1900 XT", "X1800 XT", "X1950 Pro" und "X1900 GT". Kein Wunder also, dass sich etliche Internet-Foren mit Fragen nach der optimalen Grafikkarte füllen.
Weiterhin versucht mancher Grafikkarten-Hersteller den Käufer mit einem besonders üppigen Speicherausbau zu ködern. Dabei bringt es bei einem ohnehin langsamen Modell mit beispielsweise 128 Megabyte kaum bis gar keine nennenswerten Vorteile, mehr Geld in 512 Megabyte zu investieren. In den niedrigen Leistungsklassen ist es zum Teil sogar vollkommen sinnlos, eine günstige Grafikkarte mit einem halben Gigabyte Speicher zu verteuern.



Bezeichnungswahn: Undurchsichtige
Produktnamen verwirren die Käufer
Grundlegend lässt sich die Leistung einer Grafikkarte anhand der Menge von Pixel-Pipelines und Vertex-Shadern in Verbindung mit dem Takt von Grafikprozessor (GPU) und -speicher bestimmen. Auch bei der Speicheranbindung gilt: je höher die Bit-Zahl, desto schneller. Allerdings sind bereits Modelle im Umlauf, die gänzlich auf die strikte Trennung zwischen Shadern und Pipelines verzichten, sondern auf so genannte "Unified Shader" setzen. Dabei tummelt sich eine größere Anzahl kleinerer Prozessoren auf einer Platine, von denen jeder einzelne eine beliebige Operation durchführen kann.
Damit Sie trotz des Platinenwirrwarrs noch den Überblick behalten, finden Sie auf den folgenden Seiten die wichtigsten Daten zu über 50 verschiedenen, aktuellen Grafikchips sämtlicher Klassen.
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| 7 Kommentare im Forum |
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| Acidjunk: hallo an alle, nach langen überlegen habe ich mir jetzt die ati x1650 pro iceq von his bestellt, und hoffe mal, dass diese karte besser ist als meine x800gt. weiter » |
| 1600 pro !!: bei der 1600 pro ist eine fehler diese karte gibt es auch für AGP !!! ich muss es wissen ich habe eine LOL weiter » |
| Bentleman: bei der 1600 pro ist eine fehler diese karte gibt es auch für AGP !!! ich muss es wissen ich habe eine LOLDanke für den Hinweis. Bei den tausenden von Varianten kann man schnell den Überblick verlieren. Wird sofort verbessert. weiter » |
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