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07.03.2005
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Vorstellung - Prinzip - Historie

Netlabels: Von Musikfans für Musikfans

Christoph Scholl

Oft ist einzig ein riesiger Enthusiasmus und die Freude an guter Musik der Antrieb für das Betreiben eines Netlabels. Die Künstler werden meist ausschließlich nach der Qualität ihrer Songs ausgewählt und nicht, wie bei den meisten konventionellen Labels danach, wie gut und schnell man mit ihnen Geld verdienen kann.

Auch unkommerzielle Künstler bekommen Chance

Damit bekommen auch Künstler, die sich von dem alltäglichen Musik-Einerlei abheben, eine Chance sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Das kleine und unbekannte Techno-Produzenten-Team aus Essen-Kray bekommt so schon mal die Möglichkeit auch vom (internetkundigen) Raver in Peru gehört zu werden.

Die sofortige weltweite Präsenz der Musik ist auch der große Vorteil der Netlabels. Was auf konventionellem Weg eher langwierig und (vor allem für die Labels) mit hohen Werbe- und Promotion-Kosten verbunden ist, wird durch die Nutzung des Internets vergleichsweise günstig.

Das die Songs von unbekannten Künstlern auf kostenlos nutzbaren Online-Plattformen angeboten werden, ist dabei nichts Neues. Auf Seiten wie MP3.com können Musiker ebenfalls ihre Stücke kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Netlabels unterscheiden sich von solchen Projekten (für den User) vor allem darin, dass meist nur Musik aus einer Sparte angeboten wird. Ähnlich den konventionellen Independent-Labels, wird ein sehr spezielles Programm angeboten.

Historie: Vom C64 zu den Netlabels

Obwohl es auch Projekte gibt, die Pop, Rock, Jazz oder Punk vertreiben, bieten die meisten Netlabels elektronische Musik, wie Techno und House an. Das liegt vor allem an der Entwicklung dieser Online-Labels.

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