Der Apple iMac G5 im Netzwelt-Test
Test: Apple iMac G5 20" - Apples Gaming-Maschine
Christian Rentrop
Apple ist sehr zurückhaltend, wenn es um die Herausgabe von Testgeräten geht. Um so größer die Freude, als tatsächlich gleich zwei Testgeräte des Herstellers in der Netzwelt-Redaktion aufschlugen: Ein iMac G5 mit 20"-Bildschirm der aktuellen Baureihe und ein mac mini. Um den mini kümmert sich der bekennende Mac-Hasser Tobias Röhrig, während dem Autor dieser Zeilen, Mac-Kenner und -Benutzer, die Ehre zuteil wurde, das neue Kultobjekt aus dem Hause Apple zu testen.
Der erste Eindruck
Im Test: Der iMac G5 20", mit einem 64-Bit-G5-Prozessor mit zwei Gigahertz der zur Zeit schnellste Consumer-Rechner aus Apples Produktlinie. Nur die Powermacs sind schneller, aber auch wesentlich teurer. 512 Megabyte RAM und 250 Gigabyte Festplatte sind ab Werk eingebaut, endlich ausreichend für den Betrieb unter Mac OS X. Ein kompletter All-in-One-Rechner, Boxen sind ebenso bereits eingebaut wie Bluetooth, Superdrive und WLAN. Und bei der letzten Überarbeitung hat Apple sogar eine ordentliche Grafikkarte spendiert, eine ATI Radeon 9600. Sogar das Netzteil ist intern.
Und schon geht es los: Der iMac-Karton ist schwerer, als man sich bei der Betrachtung der hübschen Bilder des schlanken Rechners auf der Apple-Produktwebsite denken würde. Im ziemlich großen, ziemlich schmalen Karton soll er sich also befinden, der 20"-iMac. Und der bringt satte 11,4 Kilo auf die Waage. Gegenüber einem PC mit Bildschirm ist der Rechner allerdings fast ein Fliegengewicht.
Kratziger Alu-Fuß
Natürlich nimmt der iMac sofort auf dem Schreibtisch Platz. Der alte Redaktions-eMac muss weichen, seinen Netzwerk- und Stromanschluss dem iMac überlassen. Nebeneinander sieht der eMac noch billiger aus, als er es ohnehin schon tut, der iMac hingegen macht einen äußerst hochwertigen Eindruck. So steht er auch unerwartet sicher auf seinem Alu-Fuß, der auf den ersten Blick viel zu schlank für den großen Rechner ist. Und schon fällt das erste Manko auf: Der Fuß hat keine Gumminoppen, das Alu steht direkt auf dem Schreibtisch - für Freunde polierter Schreibtischoberflächen ein Graus. Die Anschaffung einer Gummimatte als Unterlage ist als vonnöten.
Einmal aufgestellt verhält sich der iMac wie ein entsprechend großer 20"-Flachbildschirm. Bis auf die Tatsache, dass sich unter dem Display noch eine große Plastikfläche befindet, ist er von vorne nicht von einem Display zu unterscheiden. Er lässt sich ohne viel Kraftaufwand auf- und abwärts schwenken, allerdings merkt man dennoch, dass beinahe das volle Gewicht des Rechners im Bildschirm-Teil und nicht im Fuß sitzt.
iMac sucht Anschluss
Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse: Modem, Netzwerk, 2x Firewire, 3x USB 2.0, Audio-In und Out, letzterer sogar mit optischer Schnittstelle. Außerdem ist ein VGA-Anschluss integriert, der allerdings erlaubt nur die Spiegelung der Inhalte, wahlweise auf einen zweiten Bildschirm oder einen Fernseher. Dafür wird jedoch ein Adapter benötigt, den Apple nicht mitliefert. Dieser Adapter kostet rund 30 Euro, sowohl als VGA- als auch als TV-Ausführung. Die Spiegelung lässt sich mit einem Tool jedoch problemlos aushebeln. So lässt sich entspannt ins Reich des Dual-Monitor-Betriebs vordringen.
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