Unerkannt im Netz

Anonymes Filesharing: Möglichkeiten und Tools

Moritz Zielenkewitz

Abmahn- und Klagewellen der Unterhaltungsindustrie überziehen nach einem Rundumschlag in den USA auch Europa. Doch P2P-Nutzer haben durchaus Möglichkeiten, gegenzusteuern: Beim anonymen Filesharing kann die eigene Identität in Tauschbörsen so weit verschleiert werden, dass die eigene IP-Adresse nicht ins Visier genommen werden kann.

Inhalt:

Löchrige P2P-Netze: So werden Filesharer entlarvt

Um einen Filesharer des illegalen Datentauschs bezichtigen zu können, sind zwei Informationen notwendig: Als erstes muss festgestellt werden, ob eine bestimmte IP-Adresse sich am Down- und vor allem Upload von urheberrechtlich geschütztem Material beteiligt. In den Netzwerken von Kazaa, eMule und Co. läuft dieser Datentransfer zumeist über Shared Folders, freigegebene Ordner also.

Das Aufspüren der urheberrechtlich geschützen Inhalte geschieht automatisch durch Crawler-Algorithmen, die beispielsweise freigegebene Ordner durch Download-Zugriffe entdecken und dann auf der Grundlage einer Prüfsumme die Dateien verifizieren. Und eine solche Datei im Shared Folder zu haben ist technisch und rechtlich gleichzusetzen mit dem illegalen Anbieten der Inhalte für Dritte.

Kazaa
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Freigegebene Ordner in Kazaa bergen Risiken.
(Klick vergrößert)

Im Bittorrent-Netzwerk existieren solche Ordner in den meisten Fällen nicht: Hier setzen Industrie oder speziell beauftragte Firmen falsche Tracker von besonders interessanten Dateien auf, über die dann die P2P-Clients Zugriff erlangen. Dem Filesharer fällt daran nichts auf, auf der anderen Seite allerdings werden fleißig IP-Adressen der User gespeichert, die Kontakt zum Tracker herstellen.



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39 Kommentare im Forum
van gogh: ich bin ja begeistert endlich mal was nützliches so gut beschrieben das sogar ein alter anfänger wie ich auch was verstehen.einfach nur ohne schnörckel und salat,dann klappts auch mit dem nachbarn,danke,gut,weiter so. weiter »
Sweetheart: Kein File-Sharing betreiben ist meist sinnlos, da die Programme einem dann die Download-Bitrate vermindern. Ich persönlich habe einfach einen Ordnet "Ätsch!" auf dem Desktop erstellt und den freigegeben: Volle Bandbreite, keine Klage! weiter »
malaclyps: nich wirklich sinnvoll, denke ich... in der "ominösen" anleitung steht, dass wenn man über einen proxy-server geht, nur "dieser" deine wahre ip kennt. auch der proxy-server betreiber müsste deine wahre ip auf richterlichen ... weiter »
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11. Juli 2007