Den Wärmestau effektiv verhindern

Stau im PC: Tipps gegen den Hitzetod

Michael Knott

Nicht nur Fußball-Fans steigt bei einem wichtigen Spiel der Lieblingsmannschaft die Hitze in den Kopf. Besonders an heißen Sommertagen kann es schnell passieren, dass auch der PC überhitzt, abschaltet oder im schlimmsten Fall sogar ernsthaften Schaden nimmt. Je höher das Thermometer klettert, desto eher kommt es zum unliebsamen Wärmestau. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Rechner kühl zu halten. Mit den richtigen Eingriffen sparen sich Hardware und Benutzer eine Menge Stress. Netzwelt zeigt, wie es geht.

Inhalt

  • Gut belüftet ist halb gewonnen
  • Kein Kabelsalat
  • Platz lassen
  • Vernünftiges Staubwedeln
  • Untertakten: Prozessor und Grafikkarte kaltmachen
  • Wasserkühlung: Korrosionsschutz - Bakterienkiller und Metallschützer
  • Wasserkühlung: Finger weg von Farbzusätzen
  • Vorsorge ist alles

Gut belüftet ist halb gewonnen

Obwohl Wasserkühlungen immer beliebter und bezahlbarer werden, sind Lüfter nach wie vor maßgeblich an der Kühlung der meisten PCs beteiligt. Essentiell für eine optimale Luftzirkulation im Innern des Rechners ist die richtige Anordnung. Am besten ist hier ein Kreislauf, der kalte Luft ansaugt, durch den PC transportiert und sie anschließend in erwärmter Form nach draußen trägt.

Bei den meisten PC-Gehäusen besteht die Möglichkeit, kalte Luft durch einen oder mehrere Lüfter hinter der Frontpartie anzusaugen. Und diese sollte auch genutzt werden. So gelangt die Luft zunächst zu den Erweiterungskarten, wo sie sich aufheizt. Die Abwärme der Grafikkarte sowie des Prozessors tragen entscheidend dazu bei. Damit es dabei nicht zum Hitzestau kommt, muss sie natürlich wieder hinaus aus dem Rechner. Wer bereits über ein Netzteil verfügt, das sowohl unten als auch auf der Rückseite mit Lüftern ausgestattet ist, kann sich weitere Maßnahmen in den meisten Fällen sparen.

Andernfalls leistet hier ein weiterer Lüfter, welcher die heiße Luft ansaugt und wieder nach hinten herausbläst, sehr gute Dienste. Manche Gehäuse-Hersteller gehen dazu über, kalte Luft vom Boden unter dem Rechner statt von der Vorderseite aus anzusaugen. Da sich an dieser Stelle die kühlste Luft sammelt, wird die Kühlleistung dadurch nochmals gesteigert. Wegen der hohen Wärmeentwicklung aktueller PC-Technik empfiehlt sich der Einsatz von großen 120-Milimeter-Lüftern, die zwar ein höheres Grundgeräusch als 80-Millimeter-Modelle besitzen, dafür jedoch deutlich mehr Luft bewegen.

Kein Kabelsalat

Damit der Kreislauf der Luft nicht gestört wird, sollte im Inneren des Rechners Ordnung herrschen. Bestehende Verkabelungen lassen sich zum Beispiel mit Kabelbindern oder Gewebeschläuchen, so genannten "Sleeves", zähmen, die einfach nachträglich übergezogen werden. Festplatten und optische Laufwerke mit Serial-ATA-Schnittstelle bieten hier Vorteile, da deren Verkabelung nur wenig Platz in Anspruch nimmt. Bei Laufwerken mit älterer (Parallel-)ATA-Schnittstelle sind gerundete Kabel erste Wahl.



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15. Juni 2008