Der Nano von Samsung, der eigentlich ganz anders heißen sollte
Kleines MP3-Player-Märchen: Samsung YP-Z5 im Test
Michael Knott
Jeder würde gerne mal anfassen. Kühles Metall. Er ist schwarz, macht ein sattes Plock, wenn man ihn auf den Tisch legt. Plock. Und hat danach keinen Kratzer. Dies ist nicht die Geschichte des iPod Nano.
Hände hoch, Überfall. Verratet euren Plan, denn wir sind spät dran. Was habt ihr den Leuten gegeben? Denn sie sind süchtig, sie lechzen nach den Playern mit dem angebissenen Apfel. Auf der Suche nach der geheimen Zutat, die aus einem einfach gestrickten Unterhaltungsgerät ein emotionsgeladenes Statussymbol macht, führt an euch kein Weg vorbei. Also raus mit der Sprache, her mit dem Trick.
STOPP, Luft holenVerzehrfertig: Leckeres Techniksüppchen auf offener Flamme
Aus dem Tagebuch des namenlosen Testers
Montag, 24. April 2006
Dienstag, 25. April 2006
Mittwoch, 26. April 2006
Donnerstag, 27. April 2006
Fazit
Spiegelverkehrt
STOPP, Luft holen
Sein Name: Antoni Bretor. Seine bisherige Laufbahn: Produktentwickler für verschiedene Hersteller von Unterhaltungs-Elektronik. Aktueller Status: Geheimnis-Gräber, undercover, tätig für die Samsung Electronics Cooperation. Sein Auftrag: einen Gegenspieler zum iPod Nano aufstellen, das Erfolgskonzept der Konkurrenz aufnehmen und verbessern, das Geheimis des iPod-Erfolges lüften.
Nach zahlreichen Versuchen am Reißbrett hat Antoni nun endlich die wichtigsten Zutaten für den perfekten Nano-Gegner zusammengetragen. Schwarz, flach, Aluminium, berührungsintensive Steuerung, Farbdisplay, guter Klang.
Er wirft all die Zutaten in den Wok, lässt den Sud eine halbe Stunde lang auf kleiner Flamme köcheln, staubt die massive Metallpresse in der Ecke ab, gießt die glühend heiße Flüssigkeit in eine Form. Es dampft, zischt, spritzt, knirscht und knarzt, bevor die Nebelschwaden sich endlich auf den ungeschliffenen Holzboden niederlegen und die Sicht auf das erste Muster freigeben.
42,2 x 89,8 x 12,3 Millimeter, 58 Gramm. Damit ist er fast doppelt so dick wie die direkte Konkurrenz geraten, aber damit können er und sein Auftragsgeber leben. Antoni ist zufrieden mit dem, was er sieht. Doch allzu oft liegen erster Eindruck und Realität, eigenes Empfinden und Meinungen ganz normaler Menschen so weit auseinander wie im Supermarkt-Regal Brot und Butter.
Samsung YP-Z5
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