Mit Java um die Welt...
WW2D: Google Earth-Ableger für alle Systeme zeichnet sich aus
Fabian Parusel
Ein Terrabyte freie Satellitenfotos, vier alte IBM-Server, eine Webseite und programmiererisches Geschick: So schnell entsteht ein neuer Dienst à la Google Earth. Auf Basis der frei erhältlichen Satellitendaten ist jetzt ein neuer und gelungener Online-Globus entwickelt worden. Sein Name: WW2D.
Inhaltsverzeichnis
- Noch mehr Erde
- Ein kriegerischer Name
- Cross-Plattform-Anwendung
- Gleiche Datenbank?
- Welche Satelliten sind abrufbar?
- Richtig scharf mit Ortho
- Satellitensteuerung
- Add-ons
- Fazit
Noch mehr Erde
Google Earth (GE) ist der unangefochtene Herrscher im Bereich der Atlas-Programme. Die Software sprengte alle möglichen Download-Charts im Netz und es kam, was kommen musste: Klone und Ideenräuber haben sich entwickelt. Ein gelungenes Exemplar stellt netzwelt heute vor: WW2D. Nein, nicht der Zweite Weltkrieg in der Dieselversion, sondern ein weiterer Online-Globus, diesmal in Java programmiert und deutlich übersichtlicher als GE.
Ein kriegerischer Name
Der Name erinnert an den Zweiten Weltkrieg, aber diese Ähnlichkeit bleibt dem Namen allein vorbehalten. Wofür die Abkürzung genau steht, verrät die offizielle Webseite leider nicht. WW2D ist jedenfalls ein Online-Globus nach dem Vorbild von Google Earth und NASA World Wind. Wie seine großen Brüder bietet auch WW2D seine Dienste kostenlos an und auch die Bilddaten stammen größtenteils vom gleichen Urheber. WW2D zeichnet sich allerdings durch einige Features aus, die das Programm einzigartig machen. So ist die Anwendung mit Java entwickelt worden, was sie sehr schnell macht und wodurch sie sich außerordentlich gut navigieren lässt. Außerdem ist der Ressourcenverbrauch äußerst gering. Allein die enorme Menge an Bilddaten verursacht ab und an ein Überquellen des Arbeitsspeichers, was zu kleinen Ladeunterbrechungen führen kann.
Cross-Plattform-Anwendung
Ferner zeichnet sich das Programm durch seine Cross-Plattform-Entwicklung aus. Mit ein und derselben, zehn Megabyte großen Installationsdatei kann das Tool auf verschiedenen Systemen installiert werden, egal ob MAC-, Linux- oder PC-basiert. Die JAR-Datei, die dabei verwendet wird, kann auf jedem System problemlos ausgeführt werden. Installiert werden nur die notwendigsten Daten, die Satellitenbilder werden nach Bedarf heruntergeladen und auf Wunsch auch auf der Festplatte abgelegt, um schnelleren Zugriff zu erreichen.
Gleiche Datenbank?
Es wird weitesgehend dieselbe Datenbank verwendet, auf die auch Google Earth und NASA World Wind zurückgreifen. Dennoch sind einige Unterschiede zu vermerken. Die Updates der deutschen Bilddaten sind in WW2D noch nicht integriert. Google hatte diese Daten von einer deutschen Firma gekauft und gibt diese Daten natürlich nicht öffentlich frei. Deshalb gibt es den besten Blick auf Deutschland weiterhin durch die Augen von Google Earth. Der Rest der Welt ist bei WW2D jedoch sehr ähnlich und zum Teil identisch abgedeckt wie bei GE.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Software, Weltall-Browser, Tutorial, WW2d
-
Google Earth: Einblick in Flüchtlingslager
Dokumentationsauftrag in Zusammenarbeit mit UN -
Google Earth: Globus bekommt Google News spendiert
Neues Layer für Nachrichtenhungrige -
Google Earth: Dank Plugin jetzt auch im Browser
Firefox und Internet Explorer haben den 3D-Dreh raus
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
>>So ist die Anwendung mit Java entwickelt worden, was sie sehr schnell macht
Das wär aber dann die erste ...
Zitat:
Das wär aber dann die erste ...
*LOL*
Java ist Plattform-unabhängig, das macht's wohl. Und auf schnellen Rechnern geht's tatsächlich endlich mal flott! :-D
Haha, wollte gerade den selben Teilsatz zitieren.
Ich würde mal sagen, die beste Variante, um ein Programm so langsam wie möglich zu machen ist, es in Java zu schreiben.
Hi,
sorry. Natürlich ist nicht JAVA der Grund für die schnelle Bedienbarkeit von WW2D. Ich hätte besser schreiben müssen: "Obwohl Java verwendet wurde, läuft WW2D flüssig."
Entschuldigt das Missverständnis.
Gruß Fabian
Hi,
Im meinem IT Bereich gibt es eine Firma, die ein Programm vertreibt, welches sich Chili-PACS nennt. Diese Firma hat auch eine Webbildverteilung (hier geht es um Medizinische Bilder!) auf java-Basis.
Als die es uns vor ein paar Jahren vorgestellt haben, kam von mir als nahezu erste Stellungnahme:
"Ich wußte ja nicht, daß man mit Java auch performante Software schreiben kann"
Und in diesem Moment hatte ich die beiden anwesenden Entwickler gegen mich ;-)
Der eine sagte nur recht kurz angebunden:"Tja wenn man Ahnung von der Materie hat, dann kann man auch mit Java schnelle Anwendungen schreiben"
Seit dem habe ich das Thema ein wenig beobachtet und noch einige zahlreiche weitere Anwednungen gefunden, die durchaus als schnell zu bezeichnen sind.
Es scheint tatsächlich hauptsächlich an dem Schreiberling zu liegen.
Grüße Grunzer
Dann ist Java ja wohl die Programmiersprache für schlechte Programmierer, wenn es weltweit nur schätzungsweise drei gute Java-Programmierer gibt...
WW2D: Google Earth-Ableger für alle Systeme zeichnet sich aus von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben









