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22.06.2006
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Ratgeber für werdende Overclocker

Tutorial: PC übertakten, aber richtig

Benjamin Schnitzler

Stichwort Spiele: Prozessor oder Grafikkarte übertakten?



Um die Frage zu beantworten, ob das Übertakten des Prozessors oder der Grafikkarte beim Spielen mehr Leistung bringt, versetzen wir den Prozessor zunächst wieder in den Normalzustand. Danach lassen wir den Grafikkartentreiber für uns arbeiten, der uns schon nach wenigen Minuten stabile Frequenzen von 532 und 1.380 Megahertz statt 490 und 1.300 Megahertz für Grafikprozessor (GPU) und -speicher präsentiert. Im Gegensatz zum manuellen Overclocking der CPU ist der Aufwand verschwindend gering.

Wie die Resultate bei 3DMark06 und Quake 4 zeigen, bringt das Übertakten des Prozessors letztendlich mehr als die reine Anhebung der Grafikkarten-Frequenzen. Selbst wenn Quake 4 nur einen Prozessorkern nutzt, bleibt das Ergebnis nach wie vor eindeutig. Eine pauschale Aussage lässt sich trotzdem nicht treffen, da jedes Spiel unterschiedlich stark von Prozessor- und Grafik-Performance profitiert. Dass ein gleichzeitiges Übertakten von Prozessor und Grafikkarte den größten Leistungszuwachs bewirkt, versteht sich von selbst.

Vergleich: Prozessor- und Grafikkarten-Übertaktung
Athlon 64 X2
4400+ @2,6 GHz
Nvidia GeForce 7800
GTX SLI @532/1380 MHz
3DMark06 7.827 3DMarks 7.522 3DMarks
SM2.0 / HDR/SM3.0 / CPU 3.569 / 3.417 / 1.972 3.554 / 3.449 / 1.674
Quake 4
Multiple CPU/Core an 121,9 fps 112,9 fps
Multiple CPU/Core aus 103,6 fps 81,7 fps
Prozessor und Grafikkarte übertaktet
3DMark06
8.239 3DMarks
SM2.0 / HDR/SM3.0 / CPU
3.810 / 3.670 / 1.969

Letzte Worte

Ein schneller, aktueller PC hat es im Grunde gar nicht nötig, übertaktet zu werden. Dafür ist Overclocking eine zumindest weitgehend kostenlose Möglichkeit, den Rechner bei chronischem Geldmangel flotter zu machen. Weitgehend, weil die Übertaktung stets mehr Wärme, geringere Lebensdauer und höheren Stromverbrauch nach sich zieht und immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass der Rechner nicht schon vor dem nächsten Upgrade aufgibt.

Um neben den Temperaturen auch das Risiko möglichst gering zu halten, sollte der Prozessor ohne Spannungserhöhung übertaktet werden. Selbst wenn dadurch vielleicht ein paar Megahertz oder Bilder pro Sekunde weniger erzielt werden. Aber nebenbei bemerkt: Dem menschlichen Auge reicht bereits eine Geschwindigkeit von etwa 30 Bildern pro Sekunde, um eine Spielszene als ruckelfrei wahrzunehmen.

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