Ein Indianer kennt keine Schmerzgrenze
Test: Prey
Michael Dees
Was macht ein Indianer, dem die Bleichgesichter ausgegangen sind? Er legt sich mit Außerirdischen an. Wie so ein Kampf aussieht, zeigt dieser ungewöhnliche Actiontrip.
Echte Rothäute geben sich Tiernamen und sind mit Geistern per du. Nicht so Tommy, ein neuzeitlicher Indianer vom Stamm der Cherokee, der auf das Erbe seiner Ahnen herzlich pfeift. Zusammen mit seiner Traumfrau Jen, die in einer schäbigen Spelunke bedient, würde er das Reservat am liebsten verlassen, hinausziehen in die weite Welt.
Den mahnenden Worten seines Großvaters schenkt der gelernte Automechaniker kein Gehör. Ein Fehler. Denn als Tommy in der Bar seiner Freundin die Rohrzange als Bestrafungswerkzeug entdeckt, gehen nicht nur für zwei betrunkene Raufbolde die Lichter aus; der ganze Raum verdunkelt sich. Nur durchs Fenster flackert ein befremdliches Licht.
Prey
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Sekunden später saugt ein Energiestrahl den frisch gebackenen Totschläger nebst Opa und Herzdame in den Bauch eines riesigen Raumschiffs. Aliens haben die Erde überfallen. Zusammen mit weiteren Verschleppten erlebt das Trio eine sehenswerte Geisterbahnfahrt, an deren Ende ein bizarres Tötungsritual steht.
Eine flüchtige Gestalt eilt dem Indianer in letzter Sekunde zu Hilfe. Seine Auserwählte hängt jedoch weiterhin am Haken. Und weil außer ihr die gesamte Menschheit bedroht ist, begibt sich Tommy auf den Kriegspfad. Nützlicher Nebeneffekt: Mit zunehmender Kampfhärte erscheinen ihm die Bräuche seines Stammes weniger fremd.
Hat für einen Toten prima Tipps auf Lager: Indianeropa Enisi
Laufartistik auch ohne Schuh des Manitu
"Prey", entwickelt von 3D Realms und Human Head, nutzt das Potenzial der inzwischen zwei Jahre alten "Doom 3"-Technologie geschickt aus. Am eindrucksvollsten sind sicher die organisch wirkenden Oberflächenstrukturen im Innern des extraterrestrischen Schlachthauses. Wertvoller als jeder 3D-Schnickschnack ist jedoch das originelle Leveldesign.
Seit "American McGee’s Alice" wurden räumliche Gewohnheiten nicht mehr derart durcheinander gewirbelt, von Tim Schafers "Psychonauts" vielleicht abgesehen. Mitten im Raum positionierte Kisten und Portale führen den Helden in neue Bereiche, wo ganze Räume mitsamt Gegner Kopf stehen und gegebenfalls umgedreht werden. Spezielle Bahnen erlauben ferner das Laufen entlang der Decke und Wand.
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Prey ist nach jahrelanger Entwicklung also wirklich noch fertig geworden. Da bei 3D Realms also anscheinend tatsächlich gearbeitet wird, besteht ja doch noch Hoffnung, dass das Unternehmen die Zockergemeinde in diesem Jahrzehnt noch mit dem 1997 angekündigten Duke Nukem Forever beglückt. Ich zieh schon mal meine Sonnenbrille an.
Das kommt also dabei heraus, wenn Spieleentwickler auf Peyote sind.
Meine Meihnung eines der Besten Spiele mit ideen wie sie noch nie da waren.
Das spiel ist das Beste weil es nicht ein ich bekomm ne waffe und muss dann immer rummlaufen und alle erschiessen. Es sind ruhige wie schnelle fasen drinnen und es rockt :) in der bar bis zum boss abwechslung PUR sowas habe ich schon seit Half Life 1 nicht mehr gesehen.
Bewertung 9/10
der eine punkt ist das es eben zu kurz ist.
Ich denke auch, das es eines der innovativsten Spiele überhaupt ist, aber diese Innovationen nutzen sich zum Teil zu schnell ab, zum Beispiel die Grav-Pads, mit denen man die Schwerkraft umdrehen kann. Diese werden im Spiel so oft benutzt, das der Spaß nach dem dritten Mal verloren geht, die Entwickler hätten mehr solcher Ideen einbauen müssn, um für mehr Überraschungen und Herausforderungen im Spielverlauf sorgen zu können. Doch so ist es nur ein guter Shooter mit guten Ideen, der sehr schnell durchgespielt ist, trotzdem werden diese Ideen mit Sicherheit noch oft von anderen Entwicklern kopert werden.... :motz:
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