Mit GIMP auf Andy Warhols Spuren
GIMPshop: Comic- und Pop-Art-Effekte
Sebastian Griesbach
Das aktuelle netzwelt-Tutorial zu GIMPshop beschäftigt sich mit gleich zwei Effekten. Der Comic-Effekt verwandelt geeignete Motive in Comic-Figuren, der Pop-Art-Effekt lässt Bilder im bekannten Andy Warhol-Stil erscheinen. Und so funktioniert's:
Tutorial: Comic-Effekt
Starten Sie GIMPshop und öffnen Sie eine Bilddatei von Ihrer Festplatte. Nicht alle Bilder eignen sich für eine Umwandlung in den Comic-Stil. Der Comic-Effekt entzieht den Bildern den größten Teil der Farben. Die Fotos bestehen nach der Bearbeitung aus nicht mehr als maximal zehn verschiedenen. Suchen Sie sich deshalb ein passendes Bild, welches trotz Farbminimierung genügend Kontraste bietet. Am besten eignen sich Personen-, Tier - oder Naturaufnahmen. In unserem Beispiel wird der Effekt an einem Porträtfoto angewendet.
Nachdem Sie sich für ein passendes Foto entschieden haben, wird das Bild zunächst weichgezeichnet. Wählen Sie dafür den selektiven Gaußchen Weichzeichner [Filter]>>[Blur]>>[Selective Blur] und die Einstellungen: (Blur radius: 5,00) und (Max. delta: 100). Im nächsten Schritt wird der Cartoon-Filter angewendet. Dieser Filter verstärkt markante Gesichtspunkte, setzt Konturen und erhöht somit den Schwarzanteil im Bild. Wählen Sie im Cartoon-Dialog [Filter]>>[Artistic]>>[Cartoon] folgende Einstellungen: (Mask radius: 50,00), (Percent black: 0,150).
Als Nächstes werden dem Foto nahezu sämtliche Farben entzogen. Über [Image]>>[Adjustments]>>[Posterize] kann die Anzahl der Farben bestimmt werden. So genannte "Posterize Levels" verändern das Bild enorm. Je nach gewünschtem Effekt werden die Level entsprechend ausgewählt. Für den Comic-Effekt ist Level 5 am sinnvollsten. Bestätigen Sie mit [OK] und das Comic-Bild nimmt erste Konturen an. In manchen Fällen empfiehlt es sich die Sättigung zu erhöhen: [Image]>>[Adjustments]>>[Hue-Saturation], Sättigungswert: (30).
Nach der Posterisierung weist das Bild nun noch einige Farbflecke auf. Diese können ganz einfach mit dem Klonstempel unsichtbar gemacht werden. Sollten Ihnen einige Stellen im Bild nicht gefallen, können Sie diese mit Stift und Pinsel je nach Wunsch nachbearbeiten. In unserem Beispiel wurde lediglich der Klonstempel angewendet.
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