Weiterempfehlen   Leserbrief
24.11.2006
Druckversion
powered by

Die aktuellen Formate und Codecs im Vergleich

Video-Archivierung - nur womit?

Patrick Woods

Video-Archivierung - nur womit?

Als Laie ist es nicht ganz leicht, sich in der Welt der Videoformate zurechtzufinden. Zwar hat fast jeder einen DVD-Player oder sogar eine Videokamera zu Hause, aber im Dschungel der Codecs und Formate verirren sich viele und geben auf. Dabei ist die Videoarchivierung eigentlich ein sehr spannendes Feld. Wir stellen die aktuellen Videoformate und Codecs kurz vor und vergleichen sie in der Praxis. Keine Angst vor zuviel Theorie, wir legen den Fokus dabei auf anschauliche Resultate zum Vergleichen. Wer kann am meisten Platz sparen und wer liefert das beste Bild?

Inhalt

Unser Testablauf

Um nachvollziehbar zu machen, welches Format im Allgemeinen und welcher Codec im Speziellen am besten funktioniert, haben wir gleich mehrere ausprobiert. Als Referenzmaterial dienten uns Aufnahmen von einer MiniDV-Kamera. Um die Anforderungen für die Kandidaten hoch anzusetzen, nahmen wir ausschließlich schwierig zu komprimierende Sequenzen. Also Szenen mit viel Bewegung, leichten Farbverläufen oder feinen Strukturen. Bei solchen Bildern werden Schwächen bei der Komprimierung gnadenlos aufgedeckt.



Bild verkleinernBild vergrößern

Unser Testclip: "Testclip.dv"

Unser Testvideo ist exakt 67 Sekunden lang. Die Vorgabe war, das Video mit einer variablen Datenrate von ungefähr ein MBit/s zu codieren. Das ergibt eine Dateigröße von acht bis neun Megabyte. Zum Vergleich: Unser Referenzvideo im verlustarmen DV-Format frisst satte 236 Megabyte. Die einzige Ausnahme erlaubten wir dem angestaubten MPEG2-Format, dieses Video durfte mit zwei MBit codiert sein, da die Resultate bei ein MBit Bitrate niemandem zuzumuten sind. Den Ton lassen wir außen vor, uns interessiert hier nur die Leistung der Videocodierung. Als Encoder kamen Nero 7 unter Windows und ffmpegX sowie iMovie/Quicktime auf dem Mac zum Einsatz.



Bild verkleinernBild vergrößern

Die Optionen für x264 in ffmpegX

Die Voreinstellungen bleiben weitgehend serienmäßig. Lediglich "Two pass"-Codierung wurde bei allen Codecs eingestellt. Das heißt, dass das Quellvideo zunächst einmal analysiert wird, um vor dem eigentlichen Komprimieren herauszufinden, wo anspruchsvolle Stellen mit hoher Datenanforderung im Video sind und wo wenig Daten benötigt werden. Dies dauert zwar länger, bringt aber auch eine bessere Qualität. Wenn verfügbar, wurden Optionen wie "hohe Qualität" ausgewählt. Zusätzlich hat der Encoder das Video deinterlaced, also das "Zeilensprungverfahren" aufgehoben.

Die Kandidaten:

Wir haben insgesamt fünf Kontrahenten gegeneinander antreten lassen. Von älteren Klassikern bis zu den neuen "Shooting Stars" der Videokomprimierung. Die Formate im einzelnen: DivX, Mpeg2 und insgesamt drei verschiedene Vertreter des neuen H.264-Standards. Dies sind Apples Quicktime H.264, Aheads "Nero Digital" und der kostenlose Open-Source-Codec x264. DivX und H.264 sind zwar beide an den MPEG4-Standard angelehnt, unterscheiden sich aber enorm.



Bild verkleinernBild vergrößern

Die Bilder sind Screenshots, nicht das gesamte Bild, sondern ein unbearbeiteter Bildausschnitt. Dieser Ausschnitt wurde weder vergrößert noch verkleinert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Rechts befindet sich jeweils das Original, während links die komprimierte Version des Codecs zu sehen ist. Auf der nächsten Seite beginnen wir mit unserem Test.

Druckversion | Links zum Thema | Kommentare

1 | 2 | 3 | 4 weiter »




Mehr über: Videosoftware, Tutorial, Hintergrundwissen, Codecs, H.264, DivX, MPEG-2
Links zum Thema

f8d698aea36fcbead2b9d5359ffca76f{insert_cache a:6:{s:4:"name";s:15:"vbbPageComments";s:4:"type";s:2:"ns";s:2:"id";s:5:"74863";s:8:"template";s:24:"bit.vbbcomments_news.tpl";s:5:"count";s:2:"20";s:13:"showfirstpost";s:5:"false";}}f8d698aea36fcbead2b9d5359ffca76f

Creative Commons LicenseVideo-Archivierung - nur womit? von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".

Klicken Sie hier für weitere Informationen

Werbung


Top Codec-Downloads

Den richtigen Codec finden

Tutorial: Mit GSpot Codec-Informationen erhalten

Bildschirm bleibt düster, kein Ton? Film stürzt ab oder ruckelt? Kein Problem, das kann man alles reparieren. Diese Serie zeigt Ihnen, woraus Filme bestehen, welche Codecs man zum Abspielen braucht und gibt Tipps, welcher Software-Player wirklich etwas taugt.

Top Codec-Vollversionen

Audio-Codecs und Filter

MP3 und Co. zeigen ihre Vor- und Nachteile. Wir stellen Ihnen Audiocodecs und dazu passende Software-Player vor.

Video-Codecs und Filter

Als Laie ist es nicht ganz leicht, sich in der Welt der Videoformate zurechtzufinden. Dabei ist die Videoarchivierung eigentlich ein sehr spannendes Feld. Wir stellen die aktuellen Videoformate und Codecs kurz vor und vergleichen sie in der Praxis.

Alleskönner Codec-Packs

Codecs und Codec-Packs

Codec-Packs sind praktisch, einmal installiert beseitigen Sie nahezu alle Abspielprobleme. Wir stellen Ihnen die besten Pakete vor und vergleichen diese untereinander