Alternative zum Webradio
Winamp Remote: Das eigene Musikarchiv online verfügbar machen
Fabian Parusel
Der beliebteste Software-Audio-Player ist nach wie vor Winamp von Nullsoft. Die Jukebox kann nun auch zum Musikserver umgewandelt werden. Das kleine Tool Winamp Remote streamt die heimische Musikdatenbank an jeden Ort der Welt. Die Verwaltung erfolgt komfortabel über ein Web-Interface.
Inhalt
- Webradios und andere Lösungen
- Die eigene Musikdatenbank online
- Das Web-Interface
- Schwächen von Winamp Remote
- iTunes mit ähnlicher Funktion
- Privates Broadcasting
Webradios sind eine gute Erfindung. Sie versprechen abwechslungreichen Musikgenuss auf jedem Rechner mit Internetverbindung. Allerdings halten sie diese Versprechungen nicht lange. Wer schon einmal eine Woche lang denselben Sender gehört hat, wird festgestellt haben, dass das Portfolio der Sender sehr begrenzt ist. Oft tauchen schon nach wenigen Stunden die ersten Wiederholungen auf und nicht selten spielen die Sender jeden Tag ähnliche Playlists.
Wo soll die Musik also herkommen, wenn man auf der Arbeit oder sonstwo an einem fremden Rechner sitzt? Praktisch wäre eine mobile Musik-Kollektion, die man an jeden Ort mitnehmen kann. Das haben sich auch die Macher von Orb.com gedacht und Winamp Remote entwickelt. Das Programm macht die lokale Datenbank weltweit erreichbar.
Die eigene Musikdatenbank online
Um dem privaten Musikarchiv den Weg ins Internet zu ermöglichen, wird Winamp Remote auf dem heimischen Rechner installiert. Die etwa zwölf Megabyte große Software ist nach der Installation schon fertig konfiguriert, es muss lediglich der Ordner angegeben werden, in dem die Mediadateien zu finden sind. Danach ist das Programm einsatzbereit. Bevor die eigene Musik jedoch über das Web abgespielt werden kann, steht eine kurze Registrierung an. Das ist notwendig, um gewährleisten zu können, dass nur der Urheber der Datenbank auch auf diese zugreifen kann, Piratensender will Orb nicht unterstützen. Die Registrierung erfolgt mit dem ersten Start der Software automatisch.
Auf der Startseite des Web-Interfaces wird der Login-Name und das passende Passwort eingegeben und schon gelangen Sie zu Ihrer persönlichen Musikbibliothek (Klick vergrößert).
Nach der Anmeldung beim Web-Interface werden auf der Webseite alle Musikdateien angezeigt, die auf dem heimischen Rechner freigegeben wurden. Auch alle Playlisten, die sich unter den Mediadateien befinden, listet das Interface auf. Neue Playlisten können natürlich auch erstellt werden, indem die einzelnen Tracks einfach in das Playlist-Feld auf der rechten Seiten geschoben werden. Es dauert allerdings etwa eine Sekunde, um den Inhalt eines Ordner anzeigen zu lassen. Deshalb ist es ratsam, die Playlisten vorher zu Hause zu erstellen, denn über das Web-Interface ist dafür Geduld gefordert.
Auch Playlisten lassen sich mit dem Web-Interface erstellen, dabei ist allerdings etwas Geduld gefordert (Klick vergrößert).
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