Möge die Kraft mit dir sein
Joystick-Test: Dreimal Force Feedback im Vergleich
Benjamin Schnitzler
Nach den kostspieligen High-End-Knüppeln mit separater Schubkontrolle lässt netzwelt im zweiten Joystick-Vergleich drei günstigere Vertreter mit Force-Feedback-Effekten ans Steuer. Der gesteigerte Zockspaß für Flugsimulator, Multiplayer-Schlachtfeld und Co. geht bereits für unter 50 Euro über die Ladenkasse. Es treten an: Logitech Force 3D Pro, Saitek Cyborg Evo Force und Thrustmaster Force Feedback.
Außer der Fähigkeit zu mechanischer Rückmeldung verfügen alle drei Testkandidaten über eine weitere Gemeinsamkeit. Es gibt sie in noch günstigeren Alternativ-Varianten ohne Force Feedback. Die verkabelten Einstiegsmodelle des Logitech 3D Pro und Saitek Cyborg Evo gibt es schon ab circa 30 Euro, die Wireless-Version von Saitek für wenige Euro mehr. Wer Muskeln und Geldbeutel nicht allzu sehr strapazieren will, greift zum "kleineren" Thrustmaster Top Gun 2 Pro ab gerade mal 20 Euro.
Inhalt
Thrustmaster Force Feedback
Logitech Force 3D Pro
Knopflastig
Simulator vs. Schlachtfeld
Fazit
Nomen est omen: Zweifellos macht dieser Cyborg seinem Namen alle Ehre. Tatsächlich gleicht Saiteks Evo-Joystick einem angriffslustigen Kampfroboter aus der Zukunft. Eckig, kantig, mit kalten blauen Augen in Form sieben blauer LEDs. Als einziges Mitglied der Dreierrunde lässt er sich mit wenigen Handgriffen für Linkshänder umbauen und umgekehrt. Mit insgesamt zwölf Knöpfen ist er ordentlich bestückt, hinzu kommen ein Schubregler in der Basis sowie ein "Coolie-Hat" für die Rundumsicht am oberen Ende.
In puncto Flexibilität macht ihm keiner der Konkurrenten etwas vor. Die Handauflage ermöglicht eine dreifache Niveauregulierung, der Kopf dreht bei Bedarf nach links oder rechts ab und außerdem können die drei schnabelartigen Daumenschalter nach oben oder unten geklappt werden. Dabei sehen die silbernen Rändelschrauben nicht nur gut aus, sie halten zudem sehr pflichtbewusst die Stellung.
Joystick-Test: Dreimal Force Feedback im Vergleich
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Mit USB allein ist es noch nicht getan, zusätzlich benötigt der Cyborg Evo Force noch ein separates Netzteil, wodurch die kühle Festbeleuchtung selbst bei ausgeschaltetem Rechner erhalten bleibt. Lichtscheue oder sparsame Gamer müssen wohl oder übel den Stecker ziehen, ein Standby-Energieverbrauch von vier Watt ist für einen Joystick allein einfach nicht mehr zeitgemäß. Auffällig ist außerdem, dass sich die Grundplattform schon nach kurzer Betriebszeit spürbar erwärmt - im Winter ein Segen, im Sommer Schweißgarantie.
Ebenfalls hervor sticht der Thrustmaster Force Feedback im Test-Trio. Weniger durch seine Verstellmöglichkeiten, als vielmehr wegen seiner wuchtigen Erscheinung. Bei nur sieben Tasten herrscht ein klares Defizit gegenüber den beiden Kontrahenten mit jeweils zwölf Stück. Ein Acht-Wege-Knopf sowie ein kleiner Schubregler komplettieren die Ausstattung. Im Vergleich zum Nebenbuhler von Saitek erscheint Letzterer geradezu winzig, aber immerhin besitzt er einen.
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