TV an den Computer anschließen
Tutorial: Videos aus dem Internet am Fernseher anschauen
Patrick Woods
Dank der immer schnelleren Internetanschlüsse wandern mehr Filme und Videos auf die Computer. Videostreams via IPTV oder P2P, Kurzfilme zum Download oder Filme aus Tauschbörsen. Allen ist gemeinsam, dass am Bildschirm auf dem Schreibtisch kein richtiges Fernsehgefühl aufkommen will. Wie kommen die Filme aus dem Web auf den Fernseher im Wohnzimmer?
Inhalt
- Composite oder auch FBAS
- S-Video
- Scart
- VGA
- DVI
- HDMI
- Komponenten Video, YCbCr oder auch YUV
- Alternative: Netzwerk- oder DVD-Player
Je nach Anschluss des Fernsehers und den Videoausgängen des Computers gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Glotze und Computer miteinander zu verkabeln. Je nach Alter oder Art des TVs und Rechners finden wir sehr unterschiedliche Anschlüsse.
Die Übertragungsmethode mit dem zweipoligen Cinch-Stecker stammt zwar aus der analogen Urzeit der Videotechnik, ist aber immer noch an fast jedem Fernseher zu finden. Technisch ist Composite die schlechteste Wahlmöglichkeit, um Bilddaten zu übertragen. Wenn mehrere Buchsen zur Auswahl stehen, sollte der gelbe Cinch-Anschluss also idealerweise links liegen gelassen werden. Denn dadurch, dass Farb- und Helligkeitsinformationen gemeinsam durch ein zweipoliges Kabel gequetscht werden, verringert sich die Bildqualität.

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Alt, aber verbreitet: Composite
Haben sowohl Grafikkarte als auch Fernseher einen Compositeanschluss, ist das Vorgehen klar. Ein reguläres Cinch-Kabel, wie wir es von der Stereoanlage her kennen, reicht aus. Auch wenn der Fernseher keinen Cincheingang, aber dafür eine Scart-Buchse hat, ist nichts verloren. Scart ist kompatibel mit Composite, ein Adapter reicht aus. Für beste Signalstärke sollte ein 75-Ohm-Kabel verwendet werden, da Composite bei 75 Ohm übertragen wird.
S-Video, oft auch SVHS genannt, ist die nächste evolutionäre Stufe der Videoübertragung. Dank des vierpoligen "Mini-DIN"-Steckers können Helligkeit und Farben getrennt voneinander übertragen werden. Das sorgt für ein sichtbar besseres Fernsehbild. Allerdings wird es mit S-Video unter Umständen auch komplizierter. Denn je nach Übertragungsstandard bleibt das Bild schwarz-weiß und flimmert. Wenn das passiert, gibt es einen Konflikt zwischen dem europäischen Fernsehstandard PAL und dem westlichen NTSC.

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Besseres Bild durch getrennte Bildinformationen: S-Video
Wie Composite ist auch S-Video kompatibel zu Scart-Anschlüssen. Schwieriger wird es, wenn Composite und S-Video gemischt werden. Denn die beiden Systeme verstehen sich nur bedingt. Von S-Video auf Composite oder Scart gibt es simple Adapter, die mit einer primitiven elektrischen Schaltung ein Composite-taugliches Signal aus dem SVHS-Stecker zaubern. Umgekehrt funktioniert das aber nicht. Auch wenn der Stecker passt: Um aus Composite S-Video zu machen, bräuchte es eine aktive Schaltung. Der kleine Adapter hilft hier nicht weiter.
Der Scartanschluss war der Versuch, in Europa einen einheitlichen TV-Stecker zu entwerfen. Dem entsprechend beschränkt sich die Verbreitung des Anschlusses auf die eurpäischen Gefilde. In Übersee setzt man hingegegen eher auf S-Video. Scart ist bei Röhrenfernsehern der klassische Anschluss, der Kontakt mit Videorekordern und DVD-Playern liefert.

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Ein Composite auf Scart-Adapter
Hinter Scart steckt jedoch keine eigene Technologie, sondern es ist lediglich ein genormtes Steckerdesign. Die verwendete Videotechnik kann dabei entweder Composite, S-Video oder RGB sein. Oder alles gleichzeitig, der Fernseher sucht sich das passende Signal aus. Deshalb kann ein Fernseher in der Regel sowohl Composite als auch S-Video über Scart annehmen, wenn der Adapter passt.
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