Quad-Core-Bolide mit zwei GeForce 8800 Ultra
Astronomisch: Alienware S-4 7500 im Test
Benjamin Schnitzler
Anschnallen und festhalten: Dieser Gaming-PC katapultiert Sie schnurstracks Richtung Mond. Nicht nur in puncto Spiele-Performance, sondern auch preislich. Eine Art materialisierte Machbarkeitsstudie mit der derzeit schnellsten Grafikkarte der Welt. Schon eine GeForce 8800 Ultra beschleunigt schneller als mancher Monitor ausnutzen könnte, doch stecken im Alienware S-4 7500 gleich zwei dieser 3D-Monster. War da noch etwas? Ach ja, ein Quad-Core-Prozessor mit vier CPU-Kernen.
Understatement steht bei der US-Computerschmiede nicht im Duden, sondern im Fremdwörterbuch. Giftiges Metallic-Grün, ellenlange Lüftungsschlitze und hier und da der stilisierte Kopf einer außerirdischen Lebensform. Die mandelförmigen Augen beleuchtet, versteht sich. Aufs Spiel mit dem Licht versteht sich der High-End-Rechner besonders gut, denn es stehen sage und schreibe 24 verschiedene Farbtöne zur Verfügung, die nach Belieben am Gehäuse verteilt werden können.
Inhalt
Bunte Kunststoffkarosse
Sonorer Stromvernichter
Windows Vista nur zweite Wahl
Fazit
Alle Daten auf einen Blick
Alienware wurde mittlerweile von Dell einverleibt, doch die firmeninterne Konkurrenz in Form des XPS 710 beziehungsweise XPS 720 H2C bietet in der Maximalkonfiguration momentan nur zwei langsamere GeForce 8800 GTX-Grafikkarten. Allerdings ist das Adjektiv "langsam" in diesem Fall völlig deplatziert, da sich selbst diese beiden 3D-Boliden bei den meisten aktuellen Spielen schier zu Tode langweilen.
Im vorliegenden S-4 7500 kommt Intels derzeit schwächster Quad-Core-Prozessor Q6600 zum Einsatz, der schon für weit unter 400 Euro zu haben ist. Wer es leistungsmäßig und finanziell gerne übertreibt, greift für knapp 650 Euro mehr zu einer übertakteten Vier-Kern-CPU mit satten 3,2 Gigahertz. Damit würde das Testsystem jedoch absolut mühelos die 5.000-Euro-Marke knacken.

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Grünes Geschoss mit zwei Grafikkarten und vier Prozessorkernen
Statt auf schwarze Aluminiumplatten setzt der S-4 7500 auf ein bunt lackiertes Kunststoff-Kleid, wahlweise silber, schwarz, blau oder grün. Entfernt an einen schnellen Sportwagen erinnern dabei die seitlich platzierten Nüstern und die Basis in mattem Silber, und auch die "Bügelfalte", die sich über die komplette Oberschale zieht, dürften viele Autofahrer von der Motorhaube ihres eigenen PKWs kennen.
Luxusverwöhnte Kundschaft reißt die Verarbeitungsqualität wohl kaum von den Stühlen. Dafür haftet dem potenziellen Proll-PC zu sehr der Charme eines "Plastikbombers" an, außerdem sind die Spaltmaße teilweise zu breit und unregelmäßig. Immerhin vermittelt die auffällige Lackierung einen durchaus hochwertigen Eindruck. Bis auf die Klappe für DVD- und Diskettenlaufwerk, die zwar elegant aufschwingt, aber recht wacklig in den Halterungen hängt, wirkt die Außenhülle ordentlich konstruiert und keineswegs klapprig.
Alienware S-4 7500 im Test
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