Der günstigste 24-Zöller der japanischen Edelschmiede
Weitbild: Eizo FlexScan S2431W im Test
Benjamin Schnitzler
Zugegeben, ein großer 24-Zoll-Flachbildschirm unter 1.000 Euro ist an sich nichts Besonderes. Anders sieht die Sache schon aus, wenn diese vier Buchstaben draufstehen - Eizo. Im Handel ist der neue FlexScan S2431W sogar schon für unter 900 Euro zu haben, für die Maßstäbe der japanischen Display-Perfektionisten ein echtes Schnäppchen. Wie viel Bild man dafür bekommt, klärt der Testbericht.
Gespart wurde in erster Linie beim Preis, nicht an der Ausstattung. So beherrscht der Widescreen-Monitor alle gängigen Verstellmöglichkeiten inklusive Hochformat und besitzt außer zwei USB-Ports noch zwei gut versteckte Lautsprecher. Mit dem eingebauten Helligkeitssensor passt er seine Leuchtkraft auf Wunsch automatisch der herrschenden Zimmersituation an. Dank "Dynamic Motion Picture Overdrive" taugt er auch zum Spielen.
Inhalt
Sparen auf hohem Niveau
Schön, scharf, strahlend
Konkurrenzvergleich
Eizo vs. NEC
Bei den inneren Werten trumpft der S2431W mit den typischen Werten eines höherwertigen 24-Zöllers: 1.920 x 1.200 Pixel verkraften die volle HD-Auflösung, der passende Dekoder für entsprechende Video-Inhalte ist bereits inklusive. Mit einer Diagonalen von 61 Zentimetern entspricht die große TFT-Bildfläche bereits den Dimensionen eines kleinen Fernsehers. Trotz der ausladenden Abmessungen verfügt er über einen sehr schmalen Rahmen und eine recht geringe Bautiefe, was vor allem bei dem Betrieb mehrerer Monitore oder engen Arbeitsräumen weiterhilft.
Warum Eizo-Flachbildschirme mehr kosten als andere, verdeutlicht in diesem Fall auch die Verarbeitung. Keine Knarzgeräusche an Gehäuse und Mechanik, starke Erschütterungen steckt das standfeste Display ohne längeres Nachschwingen weg. Für Liebhaber des schönen Designs ist es jedoch eine denkbar schlechte Wahl, denn die Form folgt geradezu hörig der Funktion. Immerhin gibt es außer langweiligem Grau auch eine schickere Farbvariante in mattem Schwarz.

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Ohne Konfigurationssoftware stünde es düster um die Bedienbarkeit.
Als Mechaniker macht die üppige Mattscheibe eine weitgehend gute Figur. Das Schwenken und Drehen geht leicht und dennoch präzise von der Hand. Beim Rückweg vom Hoch- ins Querformat kommt die Anzeige jedoch meist nicht ganz gerade zum Stillstand, was sich aber leicht manuell nachkorrigieren lässt. Daneben wirkt die Höhenverstellung beinahe wie ein Produktionsfehler, ist aber gewollt: Selbst bei Zuhilfenahme beider Hände muss teilweise noch sehr viel Kraft aufgewendet werden. Die harten Federn sollen die Langzeitstabilität sichern und verhindern, dass der Monitor nach oben schnellt.
Seinem satte 230 Euro teureren Teamkollegen hat der S2431W außer der Pivot-Funktion, sprich der Drehbarkeit um 90 Grad, lediglich die beiden Lautsprecher voraus. Ansonsten trägt der S2411W nicht nur äußerlich eine Spur dicker auf. So führt er seine internen Farbberechnungen mit einer Genauigkeit von 14 statt 10 Bit durch und kann mit einer dynamischen Kontrast- sowie einer Umrissverstärkung aufwarten.
Weitbild: Eizo FlexScan S2431W im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Trotzdem ist der Serientrimm des S2431W keineswegs von schlechten Eltern. Einstellmöglichkeiten für Farbtemperatur, Sättigung und Gamma-Wert sind ebenso vertreten wie vier unterschiedliche Anwendungs-Modi und ein Hardware-seitig wählbares Interpolationsverhalten bei reduzierter Auflösung. Mit dem ScreenManager liegt ein kinderleicht bedienbares Konfigurationsprogramm bei, das die wichtigsten Einstellungen bequem per Maus zugänglich macht - und sogar noch ein bisschen mehr.
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