Sport und Action in nur einem Foto
Fototipp: Serienbilder als Montage
Tobias Heinze
Fotografieren
Um die Montage der einzelnen Bilder später besonders einfach gestalten zu können, sollten für jedes Einzelbild identische Aufnahmeeinstellungen verwendet werden. Ein paar Testaufnahmen zeigen recht schnell, welche Einstellungen Erfolg versprechen. Je nachdem, wie schnell die Bewegungen des Motivs sind, muss die Verschlusszeit entsprechend angepasst werden. In der Regel sind Zeiten in der Region von 1/400 Sekunde ausreichend, im Motorsport oder bei Skirennen machen erst Zeiten ab 1/1000 Sekunde Sinn.
Für einheitliche Farbgebung im Foto ist es oft auch nötig, den Weißabgleich fest einzustellen. Wer im RAW-Format fotografiert, entwickelt später dann einfach mit gleichen Einstellungen. Nun muss an der Kamera noch der Serienbildmodus aktiviert werden, damit beim Gedrückthalten des Auslösers viele Bilder hintereinander gemacht werden. In einer perfekten Sequenz ist das Hauptmotiv von Anfang bis Ende durchgehend scharf abgebildet.

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Ein Skater bei der Arbeit. Die einzelnen Schritte in der Ausführung dieses Alley-Oop Soul Grind sind gut zu erkennen. Gut für den Fahrer, der eventuelle Mängel im Trick erkennen kann und gut für andere, die diesen Bewegungsablauf vielleicht erlernen möchten.
(Klick vergrößert.)
Am einfachsten gelingt dies mit einer Digitalkamera, die eine Schärfenachführung bietet. In dieser Betriebsart verfolgt der Autofokus ein Motiv in Bewegung und hält es stets im Fokus. Beim Fotografieren ist nun wichtig, dass der Sportler, das Auto, der Skater oder was auch immer jeder Zeit vollständig im Bild bleiben. Auf keinen Fall sollte der Sportler angeschnitten sein. Fehlt ein Arm oder ein Bein auf dem Bild, dann ist die Montage in den meisten Fällen ruiniert. Daher ruhig ein wenig Sicherheitsabstand zum Bildrand hin einplanen, die Feinarbeit erfolgt später am Computer.
Montage in Photoshop
Für die Montage sollten nun ausreichend Bilder der fotografierten Action vorliegen, die dank der einheitlichen Aufnahmeeinstellungen alle gut zusammenpassen sollten. Wer keine festen Aufnahmeparameter gewählt hat, steht nun vor ein wenig Feinarbeit mittels Tonwertkorrektur. Helligkeitsunterschiede können so am schnellsten korrigiert werden. Sind die Bilder erstmal einheitlich, beginnt die eigentliche Arbeit.
Die Bilder werden als erstes in der richtigen Reihenfolge übereinander kopiert, Bild Nummer eins liegt in unterster Position. Von oben herab werden dann die obersten Ebenen ausgeblendet, was mit einem kurzen Klick auf das Augensymbol schnell gemacht ist. Ebene 1 und Ebene 2 bleiben sichtbar und bei Ebene 2 wird die Ebendeckkraft auf 50 Prozent reduziert. Durch die Teiltransparenz kann der Hintergrund von Ebene 2 nun gut an den von Ebene 1 angepasst werden. Ist das Bild ausgerichtet, kann mittels Ebenenmaske alles um den Sportler auf Ebene 2 herum ausgeblendet werden.
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