Sport und Action in nur einem Foto
Fototipp: Serienbilder als Montage
Tobias Heinze

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Ein weicher Pinsel mit etwa 20 Prozent Kantenschärfe leistet gute Arbeit beim Freimalen des Hintergrunds. Durch ein Halten der Shift-Taste können beim Malen exakt gerade Linien gezogen werden. Das ist vor allem bei langen geraden Kanten hilfreich. Der gesamte Hintergrund wird ausgeblendet.
(Klick vergrößert.)
Der Sportler von Ebene 2 ist nun freigestellt und fügt sich wunderbar in den Hintergrund von Ebene 1 ein. Im nächsten Schritt kann Ebene 3 wieder sichtbar gemacht und ausgerichtet werden. Auch hier erfolgt die Freistellung mithilfe einer Ebenenmaske, die den einmaligen Vorteil hat, dass Fehler ganz einfach durch ein Wechseln der Malfarbe korrigiert werden können. Mit Schwarz wird ausgeblendet, mit Weiß kann Verlorenes zurückgeholt werden.
So geht es nun weiter, bis beim letzten Bild der Hintergrund aus Ebene 1 nicht mehr ausreicht. Ebene 5 wird daher nur zu Teilen maskiert, sodass der Hintergund aus Ebene 1 und 5 aneinander angepasst werden. Gerade im Himmelbereich passen Farbtöne oft nicht vollkommen zusammen, dieses Problem löst später dann der Reparaturpinsel oder das Stempelwerkzeug.

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Am Himmel und im Sandbereich treten am Ende Schwierigkeiten auf. Die Unregelmäßigkeiten im Himmel beseitigt der Reparaturpinsel und der fehlende Sand kann einfach durch einen knappen Bildbeschnitt überwunden werden. Mit etwas Fleißarbeit mit dem Kopierstempel könnte aber auch der Sandbereich nachträglich vergrößert werden.
(Klick vergrößert.)
Jede Sequenz ist anders und oft ist ein wenig Improvisation bei der Bildbearbeitung gefragt. Gerade was den Hintergrund des Bildes anbelangt, gibt es unzählige Möglichkeiten, den Sportler darauf unterzubringen. Wer mit extremen Weitwinkel- oder Fisheyeobjektiven fotografiert, hat zudem noch mit Verzeichnung zu kämpfen, die eine Bearbeitung zusätzlich in die Länge zieht.
Für einige Montagen kann es sinnvoll sein, nach der Bildserie noch ein paar Umgebungsbilder aufzunehmen. So erhalten spätere Freiräume im Bild nachträglich noch die passende Umgebung. Wichtig dabei: Unbedingt auf den korrekten Fokus achten, also dorthin fokussieren, wo eigentlich der Sportler unterwegs war. Sowohl Vordergrund als auch Hintergrund sind in der Regel im Bild deutlich unschärfer als der Sportler selbst - jedenfalls sollte das im Idealfall so sein.
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