Der kleinere Bruder des iPhones
Revolution: Apple iPod Touch im Test
Michael Knott
Keine Überraschungen bei der Format-Frage. Neben dem obligatorischen MP3-Format kommt auch dieser iPod mit AAC-, Audible-, Apple Lossles- und WAV-Musik klar. Exoten wie Ogg Vorbis oder FLAC bleiben außen vor, was den durchschnittlichen iPod-Käufer aber nicht weiter stören dürfte.
Eine Bildschirmdiagonale von knapp neun Zentimetern schreit förmlich nach der Video-Wiedergabe. In der Tat sind auch längere Spielfilme auf dem iPod zumutbar, der gut auflösenden und recht scharfen Anzeige sei dank. Im Vergleich zum iPhone könnte der iPod Touch ein wenig mehr Helligkeit vertragen. Kontrast und Farbtreue sind jedoch vorbildlich. Unterstützt werden H.264- und MPEG-4-Videos.

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Auch längere Spielfilme werden auf dem großen Display nicht zur Qual. Nach etwa vier Stunden neigt sich die Akku-Kapazität dem Ende zu.
Bei reiner Videowiedergabe, ausgeschaltetem WLAN und mittlerer Helligkeitseinstellung schreit der intern verbaute und nicht austauschbare Akku nach etwas mehr als vier Stunden nach einem Rechner. Strom bezieht Apples neustes Top-Modell unter den MP3-Playern ohne aufpreispflichtiges Zubehör nämlich nur über den USB-Anschluss. Ein externes Netzteil kostet extra.
Konkurrent Archos hat es mit einigen Modellen bereits vorgemacht, Apple legt mit dem iPod Touch nun nach: Auf Surftour mit dem MP3-Player. Ein integriertes WLAN-Modul erscheint vielleicht erst auf den zweiten Blick sinnvoll, dennoch ist es ein absoluter Mehrwert. Auch diejenigen, die die Möglichkeit direkt im iTunes Music Store online auf Einkaufstour zu gehen, nicht nutzen möchten, werden das Surfen im Netz mit dem iPod zu schätzen wissen.
Grund hierfür ist die erstklassige Umsetzung des Safari-Browsers auf dem iPod. Trotz fehlender Flash- und Java-Unterstützung ist das Stöbern im Netz kein Problem, das Display ausreichend groß bemessen. Auf die ansonsten übliche Beschneidung von Webseiten verzichtet die Safari-Version und bietet stattdessen die Möglichkeit, mit Hilfe von zwei Fingern einzelne Ausschnitte zu zoomen. Die Seiten werden also exakt so dargestellt, wie der Nutzer es von seinem Notebook oder Desktop-Rechner her gewöhnt ist. Selbst Tab-Browsing ist kein Problem.
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