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21.10.2007
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Emanzipation der Zockerinnen

Altes Rollenbild: Frauen und Computerspiele

Yasmin Kötter

Altes Rollenbild: Frauen und Computerspiele

Computerspiele sind eine Männerdomäne. Falsch, sagen zumindest Spielerinnen und Hersteller. In den letzten Jahren hat sich einiges geändert: Frauen haben das Spielen für sich entdeckt und die Hersteller das weibliche Geschlecht als neue Zielgruppe erkannt.

Frauen kämpfen nicht mehr nur auf dem Bildschirm als Hauptfiguren wie Lara Croft, sondern auch vor dem Bildschirm als Spielerinnen. Bei den meisten sind Spiele wie "Die Sims" oder "Siedler" beliebt - um menschliches Miteinander muss es gehen. Oder müssen Kreativität und die künstlerische Ader ansprechen. Die Spieleindustrie erkannte diesen Trend und setzt vermehrt auf Frauen als Zielgruppe.

siedler

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Spiele wie "Die Siedler" sind bei Männern und Frauen gleich beliebt.

Ein Blick zurück: Schon zu Zeiten von Tetris und PacMan entdeckten Frauen das Spielen für sich. Der gelbe Ball, der so durch das Labyrinth gesteuert werden musste, dass er alle Punkte fressen konnte, ohne dabei von den Monstern gefressen zu werden. Der war bei Mädchen genauso beliebt wie bei Jungs. Auch Tetris, bei dem herunterfallende Elemente geordnet werden mussten, war ein Mädchenspiel.

Children Now, eine Organisation, die sich für die Belange von Kindern einsetzt, hat im Jahre 2000 eine Studie zu geschlechterspezifischen Computerspielen gemacht. Heraus kam: Dass Mädchen weniger Spielen als Jungs, liegt vor allem an der Darstellung der Frauen in Spielen. Nur in der Hälfte aller Spiele kämen überhaupt Frauen vor. Diese seien aber für die Mädchen kaum zur Identifikation geeignet, denn meist werden sie mit großen Brüsten, Wespentaille und äußert schwach dargestellt.

Darum greifen Mädchen und Frauen meist von vornherein zu Spielen, bei denen diese Darstellung der Frau anders ist oder wegfällt - Spiele wie Pacman und Tetris eben. Und wie sieht es heute aus mit Frauen und Computerspielen? Laut einer Studie der US-amerikanischen Entertainment Software Association mit 1700 Befragten sind dort 38 Prozent aller Spieler Frauen.


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