Von Halbwahrheiten und falschen Informationen
Kurzschlüsse: Die zehn häufigsten Stromsparmythen
Patrick Woods
Jedes Jahr der gleiche Ärger: Stromabrechnung - wieder teurer geworden. Verbraucher sehen sich den Preissteigerungen hilflos ausgeliefert. Nicht ohne Grund versuchen die Nutzer deshalb, möglichst sparsam mit der kostbaren Energie umzugehen. Doch um das Strom sparen ranken sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Netzwelt hat die zehn größten Irrtümer zusammengefasst.
Mythos 1: "Mit einem neuen Gerät spare ich Energie"
Der Kühlschrank hat seine Jugendtage schon lange hinter sich, die Waschmaschine ist nicht mehr auf dem neuesten Stand der Mikroelektronik? Der Entschluss ist schnell gefasst: Ein neues Gerät soll her. Denn dieses geht effizienter mit dem teuren Strom um und rechnet sich deshalb schnell - könnte man meinen. Vorsicht, Milchmädchenrechnung.
Diese Gleichung ist zu kurz gedacht. Denn selbst bei einem deutlichen Verbrauchsunterschied reicht das meist noch lange nicht, um den Anschaffungspreis wieder zurückzusparen. Ein Beispiel: Eine ältere Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse B kostet bei 100 Wäschen im Jahr nur etwa sieben Euro mehr als eine mit Klasse A.
Dazu kommt der Energieaufwand der Herstellung des neuen Gerätes hinzu. Denn die Produktion von Konsumgütern ist enorm energieaufwändig. Ältere, noch funktionierende Geräte weiter zu benutzen ist besser, als ein neues herzustellen.
Fazit: Weder Portmonee noch Umwelt freuen sich über unnötige Investitionen in Neugeräte, nur der Einzelhandel jubelt.

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Neue Haushaltsgeräte sparen meist nichts ein.
Mythos 2: "Stromanbieterwechsel lohnt sich nicht"
Die Strompreise liegen in der Tat meist eng gestaffelt beieinander. Über das Jahr gerechnet kann ein Haushalt jedoch mehr als hundert Euro einsparen. Viel wichtiger ist es jedoch, dass der Wettbewerb auf dem Strommarkt angefacht wird. Denn nur wenn viele Kunden von ihrem klassischen Versorger abspringen und zu günstigeren wechseln, werden die Anbieter noch stärker beginnen, über günstige Preise um die Kunden zu kämpfen.
Fazit: Wechseln lohnt sich immer - und sei es nur, um den Wettbewerb anzuheizen.
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