Speichermonster im 3,5-Zoll-Format
Samsung stellt Terabyte-Festplatte vor
Manuel Masiero
Nach Hitachi, Seagate und WD hat nun auch Samsung eine Ein-Terabyte-Festplatte im Produktportfolio. Den gegenüber der Konkurrenz späteren Erscheinungstermin will das Laufwerk durch einen höheren Datendurchsatz wettmachen. Dafür sorgt laut Hersteller eine unerreicht hohe Speicherdichte, wodurch das Samsung-Modell mit lediglich drei Magnetscheiben auskommt.
Seine Terabyte-Kapazität verteilt das Laufwerk der Spinpoint-F1-Reihe auf drei Platter, die nominell jeweils 334 Gigabyte fassen. Misst man das Laufwerk nur an diesem Wert, hat die Konkurrenz das Nachsehen. Denn je höher die Speicherdichte, desto höher ist theoretisch auch der Datendurchsatz. Hitachi macht zwar keine Angaben zur Speicherdichte seiner Laufwerke, benötigt aber beispielsweise fünf Platter für sein Terabyte-Modell Ultrastar A7K1000. Zumindest in puncto Preis sind die Laufwerke ebenbürtig. Sie kosten jeweils rund 250 Euro.
Auch bei der Ausstattung ähneln sich die Speicherboliden: Ebenso wie die Samsung-Festplatte arbeiten die Terabyte-Laufwerke mit 7200 Upm und Perpendicular Recording, verwenden bis auf die WD Caviar GP einen 32 Megabyte großen Cache und kommen mit einer S-ATA-2-Schnittstelle. Parallel-ATA hat dagegen ausgedient: Wer eines der Laufwerke in seinen Rechner einbauen will, braucht entweder eine S-ATA-Schnittstelle oder muss den Umweg über eine Controllerkarte beziehungsweise ein externes Gehäuse wählen. Ob dann allerdings die versprochenen Geschwindigkeiten erreicht werden, bleibt fraglich.
Zum Terabyte fehlen 69 Gigabyte
Weil Hersteller die Kapazität ihrer Laufwerke in Zehnerpotenzen (dezimal) berechnen, sie im IT-Bereich aber üblicherweise in Zweierpotenzen (binär) angegeben wird, gibt es regelmäßig ein Verwirrspiel um den verfügbaren Speicherplatz. Und je größer dieser ist, desto größer auch die Differenz. Ein Terabyte hat zwar 1000 dezimale Gigabyte, aber nur 931 binäre Gigabyte und wird auch mit eben dieser Kapazität unter Windows angezeigt. Das Terabyte-Laufwerk müsste nach dem IEC-Standard streng genommen Tebibyte-Festplatte heißen. Die Silbe "bi" steht dabei für binär. An diese verwechslungsfreien Bezeichnungen hält sich aber niemand.
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"Das Terabyte-Laufwerk müsste nach dem IEC-Standard streng genommen Tebibyte-Festplatte heißen."
...mh, kann das sein das das nicht stimmt ;) ?! Dass die Binärprefixe fast nie verwendet werden stimmt schon... aber die Festplattenhersteller verkaufen eigentlich schon mit der "richtigen" Einheit... ist ja auch klar, da kommt man schneller auf das nächste Präfix weil man nicht soviele Bytes anhäufen muss (10 hoch 3 ist kleiner als 2 hoch 10) ;)
..oder täusch ich mich jetzt? das Verwirrspiel ist da echt vorprogrammiert...
...und eigentlich müsste dann die eine Überschrift auch heißen "zum Tebibyte fehlen 69..."
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