Weg vom Desktop, hin zum Notebook
PC-Markt: Notebooks sind der Renner
Mehmet Toprak
Dem PC-Markt geht's blendend dank der Notebooks, die sich verkaufen wie geschnitten Brot. Das ist das einhellige Fazit der aktuellen Studien der Marktforschungsinstitute Gartner und IDC.
Allein in Westeuropa sind die PC-Verkäufe im ersten Quartal 2008 um 12,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2007 gestiegen. Allerdings ist der Anstieg in Europa in erster Linie den Notebooks zu verdanken. Deren Absatz stieg um 30 Prozent. Vor allem im März waren die Mobilen sehr begehrt, sowohl bei Geschäftsleuten als auch bei Privatanwendern.
Bei Privatanwendern ist der Run auf Notebooks überraschend stark. Sie kauften um 70 Prozent mehr Mobilrechner als im ersten Quartal 2007. Die Zeiten also, in denen Laptops teure Statussymbole der Business-Elite waren, sind endgültig vorbei. Gute Modelle mit ausreichend Power für Office, Internet und Spiele sind heute bereits für 700 Euro zu haben.
Der Verkauf der klassischen Desktop-PCs ist dagegen seit Jahren rückläufig. Das ist auch im ersten Quartal 2008 nicht anders: Gegenüber dem Vorjahresquartal sank der Absatz um zehn Prozent.
Die erfolgreichsten Hersteller
Bei der Hersteller-Rangliste steht HP auf Platz eins. Der PC-Gigant hat im ersten Quartal 2008 im Raum EMEA (Westeuropa, Naher Osten und Afrika) 4,8 Millionen Rechner (Desktop-PCs und Notebooks) verkauft. Dahinter liegt der taiwanische PC-Riese Acer mit 3,6 Millionen. Dell, Spitzenreiter vergangener Jahre, landet auf Platz drei: 2,8 Millionen Rechner.
Für die nächsten Monate erwartet IDC weiterhin gute Wachstumsraten. Die Konkurrenz auf dem Notebook-Markt dürfte aber noch schärfer werden. Immer mehr Hersteller drängen auf den Markt, um bei den lukrativen Mobilrechnern mitzumischen. Außerdem wird auch die Produktvielfalt größer, weil die Hersteller versuchen, sich mit immer neuen Formfaktoren und Design-Varianten von der Konkurrenz abzusetzen. Das ist zurzeit bei den preiswerten Subnotebooks zu sehen, die im Gefolge des sensationell erfolgreichen EeePC von Asus angekündigt werden, wie beispielsweise das Wind-Notebook von MSI.
Weg vom Desktop, hin zum Notebook - dieser Trend ist auch in den USA zu beobachten. Das zeigt die aktuelle Studie der Gartner Group. Auf Platz eins der PC-Bauer liegt hier Dell, gefolgt von HP, Acer und Apple. Anders als in Europa mischt Apple in den USA also ganz vorne mit. Die Nobel-PC-Schmiede hat in den ersten Monaten dieses Jahres rund eine Million Rechner verkauft, etwa 32 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Damit ist die Firma von Steve Jobs in den Staaten der am schnellsten wachsende Hersteller. Insgesamt haben die Amerikaner etwas mehr als 15 Millionen Rechner gekauft. Und noch eine letzte Zahl: Weltweit wurden 71,1 Millionen PCs verkauft.
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