Musikalischer Flachmann mit ordentlicher Ausstattung
Walkman-Handy im Test: Sony Ericsson W890i
Yasmin Kötter
Das Herz des Flachmanns schlägt zum Takt
Für ausreichend Archiv-Platz sorgt der Hersteller mit Beigabe eines Zwei-Gigabyte-Memory-Sticks, der direkt im Lieferumfang enthalten ist. Mit dabei ist außerdem ein Headset samt Adapterstück, an das sich auch herkömmliche 3,5 mm-Klinkenstecker anschließen lassen. Das ist hilfreich, da die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer nicht jedermanns Sache sein dürften. Obwohl es drei verschieden große Gummiaufsätze gibt, die sich in den Gehörgang schmiegen sollen, ist selbst der kleinste Aufsatz für manche Ohrmuscheln zu groß.
Viel wichtiger ist die Verwendung hochwertigerer Kopfhörer für den Klang. Das mitgelieferte Headset verdient maximal ein "akzeptabel", klingt zu dumpf und rauscht. Hier ist der Griff zu Kopfhörern wie den Koss Porta Pro oder für den großen Geldbeutel den Shure E500PTH angeraten.
Für einen Walkman-Erben Ehrensache, dass es neben den fünf vorgefertigten Equalizern auch die Möglichkeit zur manuellen Justierung gibt. Damit lässt sich die Klangqualität zumindest leicht verbessern. Das altbekannte Problem ist nach wie vor der fehlende Bass. Der fehlt, auch wenn Sony Ericsson mit der Einstellung "Mega Bass" anderes verspricht. Halten kann es dieser Equalizer nicht - statt "mega basslastig" klingt die Musik plötzlich "mega dumpf".

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Die Tastatur ist zwar klein, aber recht gut zu bedienen. Die Navigationstasten dagegen sehr umständlich.
Das Navigieren im Player geht leicht von der Hand. Lediglich das Blättern durch die Musik-Listen könnte etwas schneller gehen, das Handy bremst schnelle Finger aus. Die Playlisten lassen sich ohne große Umstände erstellen. Das Handy sortiert außerdem alle Songs automatisch in unterschiedliche Kategorien ein - von den Sparten Interpret und Album bis hin zu Genre und Erscheinungsjahr.
Für eine schnelle Datenübertragung lässt sich das W890i per USB an den PC anschließen. Hier besteht die Wahl zwischen Medienübertragung, Drucken, Massenspeicher und Telefonmodus, in dem das Handy einfach nur lädt. Um die Dateien per Drag-and-Drop auf den Handy-Speicher übertragen zu können, muss man den Massenspeicher-Modus wählen. Auf diese Weise erkennt der PC das Handy als externes Laufwerk, ohne vorher nach Treibern zu verlangen.
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