Die letzte Penryn-Offensive
Einkaufsberater P45: Welche Mainboards sich jetzt noch lohnen
Roland Haberer
Auf der diesjährigen Computex in Taiwan stellte Intel die letzte Generation an Chipsätzen für den Sockel 775 vor. Sie hören auf die Namen P45, P43, G43 und G45. Das "G" steht dabei für "integrierte Grafik". Netzwelt verschafft Ihnen den Überblick über die kommenden P45-Mainboards.
Inhalt
- Was alle Mainboards gemeinsam haben
- Lohnt sich der Umstieg von einem P35-Mainboard?
- Modellübersicht Asus
- Modellübersicht Gigabyte
- Modellübersicht MSI
- Empfehlungen der Redaktion
Es ist das letzte Aufbäumen des betagten Sockels, bevor Intel Ende des Jahres Nehalem auf den Markt bringen will. Sockel 775 kann sich in der schnelllebigen Computerwelt mit ruhigem gewissen als Opa bezeichnen. Seit nun mehr fünf Jahren ist er für Computernutzer die beliebteste Variante und beherbergte von Pentium 4 bis zum aktuellen Penryn alle Prozessoren von Intel für den Heimanwender.
Die wohl wichtigste Neuerung aller vorgestellten Chipsätze ist die Unterstützung von PCI Express 2.0. Der P45 versteht es dabei als einziger, seinen X16-Port für Crossfire aufzuspalten. Die zwei x8-Verbindungen wirken sich allerdings limitierend auf einen möglichen Crossfire-Verbund aus. Der G45 beherrscht DirectX10 sowie das Shader Model 4.0 und Intel verspicht ein flüssiges Dekodieren von Full-HD-Material. Die Northbridges bekommen einen neuen Partner im Süden. Die neuen Southbridges hören auf die Namen ICH10 und ICH10R, wobei das "R" für Raid steht.
Viel hat sich nicht im Vergleich der Vorgänger-Chipsätze mit der Nummer drei getan. Offiziell wird nur ein FSB mit bis zu 1.333 Megahertz unterstützt, wobei fast alle Mainboards mit einer Fünf als Endung auch einen FSB von 1.600 Megahertz unterstützen. Gleiches gilt für die maximale Frequenz des Arbeitsspeichers. Offiziell werden nur bis zu DDR2-800 und DDR3-1066 unterstützt. Die meisten Mainboardhersteller bieten aber auch Support für DDR2-1066 und DDR3-1333. Beim P45 und G45 können bis zu 16 Gigabyte DDR2-Arbeitsspeicher verbaut werden. Bei DDR3-Platinen liegt das Limit bei üblichen acht Gigabyte.
Da es eine schiere Flut an Mainboards mit den neuen Chipsätzen gibt, möchten wir Ihnen eine kleine Übersicht zu den P45-Mainboards geben. Aufgrund der Marktlage beschränken wir uns auf die Hauptplatinen mit DDR2-Unterstützung und lassen DDR3-Speicher erst einmal außen vor.
Was alle Mainboards gemeinsam haben
Jedes von uns hier vorgestellte Mainboard verfügt erfreulicherweise über eine passive Kühlung, die mal kleiner und mal größer ausfällt. Onboard-Sound (7.1) gehört mittlerweile zum guten Ton, ebenso mindestens vier USB-Ports auf der I/O Blende. Auf dieser befindet sich mindestens ein Gigabit-Anschluss. Preislich bewegen sich die neuen Hauptplatinen im Bereich von 80 Euro bis über 200 Euro.
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