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08.07.2008
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Neuer Standard verabschiedet, deutsche Nutzung ungewiss

Drahtlose Ratlosigkeit: Wann kommt DVB-T2 zu uns?

Moritz Zielenkewitz

Drahtlose Ratlosigkeit: Wann kommt DVB-T2 zu uns?

Kaum fasst das digitale terrestrische Fernsehen gemächlich in Deutschland Fuß, scharrt bereits der Nachfolger die Hufe: DVB-T2 wurde jüngst als Standard verabschiedet, alles soll besser werden. Bis Deutschland aber Level 2 erreicht, wird noch Zeit vergehen.

Inhalt

  • DVB-T: Überallfernsehen
  • Neue Qualitätsstufe mit DVB-T2
  • Ungewisse Zukunft für Deutschland

DVB-T: Überallfernsehen

Digital Video Broadcasting Terrestrial, kurz DVB-T, gilt als Alternative zum analogen Fernsehen. Zwar nutzt DVB-T die gleichen Frequenzen, dank Modulation der Bandbreite finden allerdings bis zu vier Sender pro Kanal ihren Platz.

Jeder dieser Kanäle liefert je nach Ort in Deutschland zwischen 13 und 20 Megabit pro Sekunde, was heruntergeborchen auf den einzelnen Sender in etwa dem analogen PAL-Standard entspricht. Unterschied: Innerhalb des Kanals kann die Bandbreite flexibel skaliert werden, nicht jeder Sender muss die gleiche Portion erhalten.

Die Übertragung läuft bei DVB-T mittels MPEG-2-Codec. Um hier bei schnellen oder detailreichen Bildern die Artefaktbildung zu minimieren, reduziert sich bei einigen Sendungen die native Auflösung.

Die Vorteile gegenüber analogem Fernsehen: Die Aufzeichnung und Weiterverarbeitung erfolgt digital und ohne verlustbehaftetes Umwandeln. Außerdem deckt DVB-T oftmals auch schwer zugängliche Bereiche mit TV-Inhalten ab. Klare Nachteile gibt es jedoch ebenfalls: DVB-T sendet wegen der zwischengeschalteten Kodierung um bis zu zehn Sekunden zeitversetzt.

Neue Qualitätsstufe mit DVB-T2

Der neu verabschiedete Standard DVB-T2 will hier einiges besser machen: MPEG-4 AVC (H.264) tritt die Nachfolge des altgedienten Codecs an. Das hat gleich zwei positive Effekte: Zum einen sind so HD-Inhalte realisierbar, zum anderen erhofft sich das DVB-Konsortium durch die bessere Kodierung eine um bis zu 50 Prozent verbesserte Frequenzausnutzung.

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